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Sufi-Schule

Sufis

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Das Sufitum hat nichts mit dem Islam zu tun, sondern es ist viel älter als die Überlieferungen Mohammeds.

Die Essenz der Sufi-Lehre ist Selbsterkenntnis und Selbst-Realisierung. Dies ist der ursprünglich fruchtbare Kern und die eigentliche Botschaft jeder Religion. Selbst-Realisierung bedeutet, die Erfahrung von Einheit zu machen. Es gibt keine Trennung zwischen Ich und Welt.

Als Sufi-Lehre kann man die Anleitung zu dieser Erfahrung bezeichnen. Diese Anleitung ist nie statisch, sondern entsteht immer entsprechend den Notwendigkeiten von Zeit, Ort und beteiligten Personen.

Hingegen sind die üblichen Religionen (traditionelle Welt- bzw. Kirchenreligionen, egal welcher Richtung und egal, ob westlich oder östlich) oder Glaubenssysteme erstarrte und erstorbene Überbleibsel von ehemals lebendigen und in aktuellen konkreten Situationen geschehenen Anwendungen dieses speziellen Wissens von der Selbst-Realisierung bzw. vom Einswerden mit nondualer Wahrheit.

Oder anders ausgedrückt: Wenn einem Lernenden bzw. an praktischer Selbsterkenntnis Interessierten verallgemeinerte oder aus einer anderen Situation abgeleitete Hinweise, Erklärungen oder Antworten gegeben werden, bedeutet das Konditionierung. Nur im Hier und Jetzt aktuell angewandte Anstöße — also passend zur gegenwärtigen Situation und zur jeweiligen Befindlichkeit des Lernenden — können einen lebendigen Wert haben. Nicht-sufische Lehrsysteme, Schulen oder Methodiken hingegen bestärken die Tendenz, fixierte Einstellungen, Verhaltensmuster und Glaubenssätze zu erzeugen.

Der Sufi ist immer einzigartig und individuell; sein Verhaltens ist spontan, unberechenbar, unvorhersehbar, authentisch und als solches die passende Antwort auf die Erfordernis des jeweiligen Augenblicks. Ein Sufi ist nicht "jemand Bestimmter". Er kann alles sein und jede Rolle annehmen. Sufis gehören nicht zu einer Weltanschauung oder Richtung.

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